Kreditkarte für Studenten

Abnehmde Anzahl an Betrügen mit Kredit- und EC-Karten

Freitag, 21. September 2012 um 12:38 Uhr

Diese Botschaft dürfte nicht nur Verbraucher, sondern auch die Banken erfreuen. Die Europäische Zentralbank in Frankfurt/ Main hat in ihrem neuesten Jahresbericht verkündet, dass die Anzahl von Betrugsversuchen mit EC- und Kreditkarte zum ersten Mal seit langem rückläufig ist. Eine Veränderung, die vor allem auf lange laufende Sicherungen zurückzuführen ist.

Sicherheit durch EMV

Aaronia Near Field Probe SetKreditkarten haben das Leben wie wir es kennen erst möglich gemacht und viele Menschen schätzen das Plastikgeld inzwischen mehr als echte Scheine. Allerdings haben sie auch das Risiko erhöht, denn wenn die Karte einmal in falschen Händen war, konnte sehr schnell das gesamte Konto des Besitzers geräumt sein. Die rückläufigen Betrugsversuche führt die EZB vor allem auf dem Einsatz eines neuen Sicherheitssystems zurück, dem EMV. EMV steht dabei nicht für eine hochkomplizierte technische Abkürzung, sondern für Europay, MasterCard und VISA. Drei der größten europaweit arbeitendenden Kreditinstitute haben sich zusammengeschlossen, um das neue Sicherheitssystem zu entwickeln, welches den bekannten Magnetstreifen vollkommen ersetzen soll. Die notwendigen Daten sind in einem Chip gespeichert, der mit mehrfachen Sicherheitsvorkehrungen gegen Zugriff geschützt ist. Ähnlich dem Schlüssel-Schloss-Prinzip benötigt man ein passendes Gegenstück, um den Chip lesen zu können. Normale Lesegeräte nehmen ihn nicht an. Wird der Chip gelesen, gehen die Daten zuerst an eine Clearing Stelle, die prüft, ob die Karte als gestohlen gemeldet wurde oder ungültig ist. Sollte dem so sein, werden alle auf dem Chip befindlichen Daten von Ferne gelöscht. Bislang gilt EMV als Nicht-knackbar. Ob es zum neuen Standard werden wird, ist allerdings noch nicht absehbar, denn die spezielle Sicherung des Chips stellt auch an die Karte und an die Herstellung große Anforderungen.

Kein Grund zur Sorglosigkeit

Mag der direkte Diebstahl von Karteninformationen auch rückläufig sein, so besteht für Verbraucher kein Grund zur Unvorsichtigkeit. Auch das EMV System wird nicht immer unzugänglich sein. Und bis es soweit ist, verlagern die meisten Kreditkartenbetrüger ihre Tätigkeit einfach auf das Internet. Das Informationsmedium Nummer 1 wird von den meisten Deutschen immerhin auch zum einkaufen genutzt. Und hier gehen viele Menschen noch immer sehr sorglos mit ihren Kreditkarteninformationen um. Auch das E-Banking wird von vielen Verbrauchern noch immer nicht mit der notwendigen Sicherheit bedacht.

Bei der Nutzung von Karteninformationen im Netz sollten daher immer einige Dinge beachtet werden:

    • Sollten Daten eingegeben werden müssen, sollten  diese nach Verwendung aus dem Protokoll gelöscht werden. Die meisten Computer können eingestellt werden, dies automatisch zu tun.
    • Neben dem Virenschutz, sollte auch immer ein guter Schutz gegen Trojaner-, Phishing- und Würmer-Programme installiert sein.
    • Sollten Mails eintreffen, die von der eigenen Bank zu stammen scheinen, ist es trotzdem ratsam, diese telefonisch auf Echtheit zu prüfen.
    • Viele Banken bieten für das E-Banking hauseigene Verschlüsselungen an. Es ist immer ratsam, diese auch zu nutzen.