Kreditkarte für Studenten

Datenklau bei Sony Playstation

Donnerstag, 28. April 2011 um 17:10 Uhr

Sony mit Problemen beim Speichern von KreditkartendatenDer vielleicht größte bekannte Diebstahl von personenbezogenen Daten erschüttert die Branche der Informationstechnologie. Mit dem erfolgreichen Angriff von Hackern auf das Playstation Network von Sony wurden die persönlichen Daten von vermutlich 75 Millionen Usern weltweit gestohlen. Zunächst einmal lässt ein derartiger Angriff, insbesondere wenn er auch noch erfolgreich verläuft, natürlich Zweifel an der Funktionalität verwendeter Sicherheitssysteme entstehen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es mit Sony ein Unternehmen betrifft, von dem an und für sich hochwertige Sicherheitssysteme erwartet werden.

Schlechte Kommunikation wie bei Fukuchima Unglück

Zur Verunsicherung kommt hinzu, dass sich auch Sony mit der japanischen Mentalität des Abwartens und der Salami-Taktik in seiner Kommunikationspolitik bedient. Spätestens seit dem Atomunfall in Fukuchima ist Japan durch diese Kommunikationspolitik traurigerweise bekannt geworden. Denn es wirkt befremdend, dass Sony erst jetzt über den Datendiebstahl informiert, obwohl dieser offensichtlich bereits vor einer Woche bemerkt wurde. Auch wurde zwar bislang bekannt gegeben, dass persönliche Daten wie Vor- und Nachname, Adresse und Passwörter zum Opfer des Raubes wurden. Allerdings wurde noch nicht klar dazu Stellung bezogen, ob auch die Kreditkartennummern der betreffenden Personen gestohlen wurden.

Eventuell einzig nicht kopierte Data ist die Kreditkartennummer

Es mutet allerdings eigenartig an, dass das ebenso höchst schützenswerte Passwort des Users sehr wohl kopiert werden konnte, die Kreditkartennummer aber als einzige Information möglicherweise nicht. Daher ist davon auszugehen, dass die Kreditkartennummern sehr wohl ebenso Bestandteil der illegal kopierten Informationen sind. Allerdings bedeutet dies zunächst für den Kreditkarteninhaber noch nicht unbedingt eine direkte Bedrohung. Eine umgehende Sperrung der Karte ist nicht erforderlich. Eventuelle illegale Abbuchungen im Rahmen erbeuteter Kreditkarteninformationen werden die entsprechenden Fonds des Kreditgewerbes übernehmen. Allerdings müssen die entstandenen Schäden natürlich erkannt werden. Daher ist jedem Kreditkarteninhaber zu raten, die Kontoumsätze aufmerksam zu beobachten und sich im Falle illegaler Kontobewegungen umgehend mit der ausgebenden Stelle oder der Kreditkartengesellschaft in Verbindung zu setzen.