Kreditkarte für Studenten

Erfolgreicher Coup gegen Datendiebe und Kreditkarten-Fälscher

Freitag, 15. Juli 2011 um 07:56 Uhr

Dem Europäischen Polizeiamt, Europol, gelang es die kriminellen Machenschaften eines international organisierten Verbrecherrings zu zerschlagen. Durch eine koordinierte Aktion schaffte es die Polizei in fünf Ländern insgesamt 61 Festnahmen zu verzeichnen. Laut Aussagen des Europäischen Polizeiamts befand sich der Hauptsitz der Bandenchefs in Bulgarien. Allein hier wurden insgesamt 47 Verdächtige bei einer Razzia verhaftet. Die restlichen 14 Festnahmen konnten in Italien, Spanien, Polen und den USA verbucht werden. Nach weiteren Angaben der Europol war diese kriminelle Organisation bereits seit neun Jahren im Geschäft und hat in dieser Zeit, nach Berechnungen der Polizei zu urteilen, mindestens 50 Millionen Euro erbeutet.

Banken machtlos gegen Skimming?

Beim sogenannten Skimming wird eine Vorrichtung am Kartenschlitz der Geldautomaten montiert, die es ermöglicht vom Magnetstreifen der eingeschobenen EC- oder Kreditkarte Daten auszulesen und zu speichern. Mit Hilfe dieser Informationen können Doubletten angefertigt werden, die den Betrüger dazu befähigen auf das Konto des Karteninhabers zuzugreifen, um dann möglichst schnell viel Geld abzuheben.

Die Banken rüsten nun schon seit Jahren gegen diese Form von Datenklau auf, dennoch wurde im europäischen Bereich allein 2009 ein Schaden von insgesamt 1,5 Milliarden Euro verursacht. Die Zahlen lassen auch Europol die Meinung vertreten, dass diese Form des Betrugs ein äußerst lukratives Geschäft sei.

Schlag gegen eines der einflussreichsten Netzwerke

Rob Wainwright, Direktor der Europol, erklärte in Den Haag, dass mit diesem Schlag „eine der bedeutendsten kriminellen Gruppen, die auf diesem Feld aktiv [waren], […] aus dem Geschäft genommen worden [sind]“. Voraussichtlich hat das kriminelle Netzwerk weit über 15.000 Karten kopiert. Um die erschwerten Sicherheitsvorkehrungen im europäischen Bereich zu umgehen, wurden Kontakte in Kenia und den USA geknüpft. Dort sollten Kleinkriminelle an Geldautomaten die Konten, mit Hilfe der nachgemachten Karten, leerräumen.