Kreditkarte für Studenten

Österreichische Arbeiterkammer warnt vor Geld-Abhebung im Ausland mit Kreditkarte

Donnerstag, 28. Juni 2012 um 07:25 Uhr

Die österreichische Arbeiterkammer hat in einer aktuellen Untersuchung die Kosten für Kreditkartenabhebungen und das Bezahlen mit Kreditkarten im Ausland ermittelt, und zwar sowohl im Euroraum als auch in den Ländern mit anderen Währungen. Das Fazit fällt drastisch aus: Die Arbeiterkammer rät im Prinzip von der Kreditkarten-Nutzung im Ausland generell ab. Vor allem das Abheben von Bargeld mit der Kreditkarte solle strikt vermieden werden, die Bankomat-Karte ist prinzipiell preiswerter.

Gebührenbeispiele für die Kreditkartennutzung

Abhebung am GeldautomatNach Untersuchungen der Arbeiterkammer fallen bei Abhebungen mit der Kreditkarte im Euro-Raum drei Prozent des Betrages an, allerdings gibt es immer einen Mindestbetrag von (anbieterabhängig) 2,50 bis 4,00 Euro. Im Nicht-Euro-Raum wird das Abheben noch wesentlich teurer, denn bei jeder Transaktion fallen die sogenannten Manipulationsgebühren an, die sich auf die Kontoführung des Kreditkartenkontos beziehen. Sie liegen bei einzelnen Anbietern zwischen 1,5 bis 2 Prozent, sodass schnell für eine Abhebung insgesamt 5 Prozent an Gebühren fällig werden. Und dabei ist noch nicht eingerechnet, dass der Kunde möglicherweise nur einen Minibetrag an Geld benötigt, weil für die letzte Rechnung in einer Cafeteria ein paar Dollar oder Schwedenkronen fehlen. Durch die Mindestgebühr – siehe oben – kann der prozentuale Anteil der Kosten bei einer Abhebung von etwa umgerechnet 50 Euro noch weitaus höher liegen. Die Leiterin der Konsumentenpolitik bei der österreichischen Arbeiterkammer (AK) Gabriele Zgubic wies auf die hohen Kosten der Kreditkarten hin und riet den Verbrauchern, stattdessen ihre Bankomatkarte zu nutzen. Die AK hatte Kreditkarten von American Express, Diners Club, PayLife und Card Complete getestet, die letztgenannten beiden Anbieter haben Visa und Mastercard im Programm.

Arten von Kreditkarten und ihre Gebühren

Es gibt Kreditkarten durchaus zu sehr unterschiedlichen Jahresgebühren, die AK ermittelte mindestens 18,17 Euro und bei Karten mit zusätzlichen Leistungen wie Versicherungsschutz mindestens 54,50 Euro im Jahr. Sicher wird das beliebte Plastikgeld auch zu noch geringeren Jahresgebühren, in einigen Fällen – wenigstens im ersten Jahr – sogar kostenlos angeboten, das Problem sind allerdings die Gebühren bei der Nutzung. Daher empfiehlt sich in Euro-Ländern in jedem Fall die Bankomatkarte, die hier gänzlich kostenlos zur Verfügung steht und außerhalb des Euro-Raumes lediglich mit Spesen von 0,75 Prozent + 1,82 Euro, beim Bezahlen mit 0,75 Prozent + 1,09 Euro zu Buche schlägt.