Kreditkarte für Studenten

Riester Rente für Studenten – macht das Sinn?

Mittwoch, 23. November 2011 um 15:51 Uhr

Man hört oft, dass nicht früh genug mit privater Altersvorsorge begonnen werden kann. Gerade die Riester Rente wird dann als Basis gern empfohlen. Doch macht es für Studenten wirklich Sinn eine Riester Rente abzuschließen? Mitnichten! In der Regel sind Studenten gar nicht förderberechtigt. Egal welche Mühe sich der ein oder andere Finanzberater geben mag, wenn er von Vorteilen der Riester Rente schwärmt: Die Riester Förderung gibt es nur, wenn ein eigenes, rentenversicherungspflichtiges Einkommen erzielt wird.

Nebenjob und Anspruch auf Riester Förderung

Häufig finanzieren sich Studenten das Studium mit einem Neben- oder Studentenjob. Dadurch können sie zwar grundsätzlich Förderberechtigt werden, allerdings sind sie es nicht automatisch. Ein solcher Studentenjob ist in der Regel nur eine geringfügige Beschäftigung, beziehungsweise ein 400 Euro Job. Um dennoch die Riester Förderung nutzen zu können, müssten Studenten daher die Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung aus eigener Tasche aufstocken. Für ältere Arbeitnehmer, die ihre letzten Jahre bis zur Rente mit einem solchen 400 Euro Job verbringen, mag sich das aus verschiedenen Gründen lohnen. Studenten sollten sich darüber keine Gedanken machen.

Besser auf Humankapital fokussieren, als auf Altersvorsorge

Studenten legen mit ihrem Weg zu einem akademischen Grad den wesentlichen Grundstein für den Wert der eigenen Arbeitskraft in den folgenden Jahren. Je besser das Studium beendet werden kann, je mehr zusätzliche Qualifikationen erworben werden, desto höher ist tendentiell der Wert der eigenen Arbeitskraft über die gesamte Dauer des Berufslebens. Setzt man beispielsweise einmal die 154 Euro jährliche Grundzulage in Relation dazu, entsprähe das gerade einmal einem Einkommensunterschied von knapp 13 Euro pro Monat. Studenten sollten also lieber alles tun, um den Wert der eigenen Arbeitskraft zu optimieren. Das ist in jeder Hinsicht einträglicher und somit sinnvoller, als frühzeitig Energie und Zeit für die private Altersvorsorge zu verwenden.

Absicherung existenzieller Risiken empfehlenswerter als Altersvorsorge

Dennnoch wichtig ist die Absicherung der wichtigsten Risiken, auch für Studenten. So greift bspw. die private Haftpflichtversicherung der Eltern in der Regel nicht mehr, wenn das Studium bereits die zweite Ausbildung ist. Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte bei sehr gutem Gesundheitszustand lieber bereits in jungen Jahren abgeschlossen werden. Hier schließt sich der Kreis, denn nichts ist für einen jungen Menschen materiell wertvoller als die eigene Arbeitskraft. Gerade bei Studenten spielen die Eltern in Bezug aufs Sparen und Finanzen eine entscheidene Rolle. Wenn man mit seinen Eltern über diese Themen spricht, sollte ruhig einmal die Berufsunfähigkeitsversicherung angeschnitten werden. Die meisten Eltern werden, so sie denn die Wichtigkeit dieser Absicherung erkennen, dem Studenten gern finanziell unter die Arme greifen und so einen wichtigen Grundstein für den späteren Eintritt ins Erwerbsleben legen.