Kreditkarte für Studenten

VISA und Mastercard vermelden gestiegene Umsätze mit Kreditkarten

Mittwoch, 21. November 2012 um 10:12 Uhr

Wer den Wirtschaftsteil der Zeitung aufschlägt oder Fernsehnachrichten sieht, der wird immer wieder über die große Bedeutung, die doch der private Konsum hätte, informiert. Für den privaten Konsum stehen ganz unterschiedliche Indikatoren und Kennzahlen zur Verfügung, deren unterschiedliche Wirkung Studierende der Wirtschaftswissenschaften detailliert erläutern können. Allerdings sind viele dieser Zahlen einige Monate zeitverzögert. So errechnen die Statistischen Ämter das Konsumverhalten oftmals aus den Mehrwertsteueranmeldungen oder auch Branchenumsätzen. Viel direkter und deutlicher wird der Umsatz durch Privatkunden allerdings, wenn man die Geschäftsergebnisse der beiden großen Kreditkartendienstleister Visa und Mastercard betrachtet. Da beide Gesellschaften börsennotierte Gesellschaften sind, wird die Öffentlichkeit ohne Zeitverlust über die jeweils aktuellen Geschäftszahlen informiert. Ein Blick in die jeweiligen Quartalsberichte liefert deshalb ein gutes Bild über die wirtschaftliche Lage! Kaufzurückhaltung wird dann sofort bei sinkenden Transaktionsvolumina deutlich, ein Aufschwung lässt sich anhand gesteigerter Konsumausgaben diagnostizieren.

VISA veröffentlichte am 31.10.2012 starke Quartalszahlen

Neben einem gestiegenen Transaktionsvolumen im abgelaufenen Quartal rechnet VISA für das Gesamtjahr auch mit einem erheblichen Anstieg des Gewinns bzw. Ergebnisses. VISA gibt das Zahlungsvolumen allerdings nicht in lokaler Währung, sondern als Kennzahl mit einer konstanten Dollarumrechnung an. Im dritten Quartal konnte das Transaktionsvolumen auf 978 Milliarden US-Dollar gesteigert werden, was mit einem Zuwachs von 6 % gleichzusetzen ist. Damit konnte VISA seinen Vorsprung gegenüber Mastercard nicht ganz halten, ist aber die Nummer eins im direkten Vergleich zu VISA. Das Unternehmen weist zudem getrennte Zahlen für grenzüberschreitende Zahlungen aus. Diese seien um 10 % im letzten Quartal gestiegen. Dies ist eine sehr gute Nachricht für die Ertragslage von VISA, denn bei beinahe allen grenzüberschreitenden Zahlungen werden zusätzliche Gebühren für die Währungsumrechnung bzw. den Währungstausch hinzugefügt. Interessant dürfte auch die Strategie der Gewinnverwendung von VISA sein: Das Unternehmen kauft derzeit Aktien zurück, die auf dem Cash-Flow bezahlt werden. Der Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung unterstreicht die Stärke: Das Unternehmen rechnet mit einem Cash-Flow von jährlich mehr als 5 Milliarden US-Dollar. Dies dürfte sich auch im Substanzwert der Aktien widerspiegeln.

Ein hervorragendes III. Quartal 2012 bei Mastercard

Der Zahlungsdienstleister Mastercard konnte im abgelaufenen dritten Quartal einen weltweiten Zuwachs der Transaktionsvolumina in lokalen Währungen um 12 % gegenüber dem Vorjahr vermelden. Dies ist eine sehr beeindruckende Zahl, den in vielen Regionen geht das Gespenst der Rezession um, das normalerweise mit Kaufzurückhaltung verbunden ist. Innerhalb eines Quartals konnten so Zahlungen für umgerechnet 676 Milliarden US Dollar abgewickelt werden. Interessant dabei ist, dass die Anzahl der durchgeführten Zahlungen um 24 % gestiegen ist und damit Kreditkarten mehr und mehr zum Alltag der Menschen gehören und auch für alltägliche Zahlungen eingesetzt werden. In vielen Ländern gehört das Zahlen per Mastercard längst auch schon in Supermärkten und im Einzelhandel zum Alltag! Der Netto-Gewinn von Mastercard konnte im dritten Quartal um 5 % gesteigert werden. Das Unternehmen hat sehr viel Geld in die Gewinnung neuer Kunden und Akzeptanzpartner gesteckt, was mit den Begriffen „Rabatte und Incentives“ beschrieben wird.

Das Zahlen mit den Kreditkarten von VISA und Mastercard erfreut sich also zunehmender Beliebtheit. Beide Unternehmen stehen wirtschaftlich hervorragend da und gewinnen mit jeder erfolgreichen Zahlung und jedem erfolgreichen Quartal ein noch höheres Vertrauen bei den Anlegern und den Kreditkartenkunden. Dies zeigt sich auch in den steigenden Börsenkursen der Aktien von Visa und Mastercard.